Methodik

Diese Seite beschreibt, wie Inside-Filings seine Kennzahlen berechnet, welche Datenquellen dafür herangezogen werden und welche Grenzen das Modell hat. Sie ergänzt die rechtlichen Hinweise in den Alert-Mails und Reports.

Der Glück Conviction Score

Jede erfasste US-Aktie bekommt täglich einen Score auf einer Skala von 0 bis 100. Er ist das Ergebnis eines regelbasierten Multi-Faktor-Modells: Dieselben Regeln laufen jeden Tag über alle Titel, in derselben Reihenfolge, mit demselben Datenstand. Es gibt keine Einzelfall-Entscheidung, kein Analysten-Urteil und keine Titel, die eine Sonderbehandlung erhalten.

Das ist die wichtigste Eigenschaft des Verfahrens und zugleich seine größte Einschränkung. Ein Modell, das jeden Titel gleich behandelt, kann nicht wissen, was in einem einzelnen Unternehmen gerade wirklich vorgeht — es sieht nur, was sich in Pflichtmeldungen und Marktdaten niederschlägt. Dafür ist es unbestechlich, reproduzierbar und über Tausende Titel hinweg konsistent. Der Score ist eine Verdichtung von Faktenlage, keine Meinung über ein Unternehmen.

Woraus er sich speist

Alle Eingangsdaten sind öffentlich zugängliche Pflichtmeldungen und Marktdaten. Wir verwenden keine bezahlten Analysteneinschätzungen, keine Insiderinformationen im rechtlichen Sinne und keine Umfragedaten. Herangezogen werden im Wesentlichen:

  • Meldungen von Unternehmensinsidern über eigene Wertpapiergeschäfte,
  • Bestandsmeldungen institutioneller Investoren,
  • Beteiligungsmeldungen ab den gesetzlichen Schwellen,
  • Jahres- und Quartalsberichte mit den darin enthaltenen Bilanz- und Ertragskennzahlen,
  • Kurs-, Umsatz- und Volatilitätsdaten der Handelsplätze,
  • Meldungen über außerordentliche Ereignisse mit Kursrelevanz.

Eine vollständige Übersicht aller Quellen, ihrer Aktualisierungszeiten und bekannter Datenlücken steht auf der Transparenz-Seite.

Von der Zahl zur Stufe

Damit die Zahl lesbar wird, übersetzt das System sie in fünf Stärke-Stufen — von Sehr stark über Stark, Neutral und Schwach bis Sehr schwach. Diese Stufen beschreiben, wie einheitlich die ausgewerteten Daten in eine Richtung zeigen. Sie sind bewusst keine Handlungsworte: Es heißt nicht „Kaufen“ oder „Verkaufen“, sondern stark oder schwach, weil beschrieben wird, was die Kennzahl sagt — nicht, was jemand tun soll.

Die Grenzen zwischen den Stufen sind nicht über alle Aktien gleich. Sie werden nach Handelsliquidität unterschieden, weil dieselbe Zahl bei einem marktengen Nebenwert und einem sehr liquiden Standardwert nicht dasselbe bedeutet. Praktisch heißt das: vergleichbar ist die Stufe, nicht die Zahl dahinter.

Die Einstufung ist auf einen mittelfristigen Horizont von mehreren Wochen bis Monaten ausgelegt. Sie ist kein Intraday- und kein Kurzfrist-Signal: Die tragenden Daten stammen aus Quartalsberichten und Meldungen, die in Wochen-, nicht in Minutenabständen entstehen.

Zusätzlich kann eine Aktie als Risiko-Ausstieg markiert sein. Das ist keine sechste Stufe, sondern eine Überlagerung: Sie kann über jeder Stufe liegen und weist auf ein erhöhtes kurzfristiges Rückschlagrisiko hin, unabhängig davon, wie solide die zugrunde liegende Datenlage ist. Diese Zusatzachse wird nur für ausreichend liquide Titel berechnet.

Was wir nicht veröffentlichen

Welche Faktoren mit welchem Gewicht einfließen und wo genau die Grenzen zwischen den Stufen liegen, geben wir nicht bekannt. Dafür gibt es zwei Gründe, und beide liegen im Interesse der Nutzer.

Erstens ist die Kalibrierung das eigentliche Arbeitsergebnis hinter diesem Angebot. Sie stammt aus umfangreicher Auswertung historischer Daten, wird laufend überprüft und ist der Grund, warum der Score mehr ist als eine beliebige Formel. Zweitens wäre ein offengelegtes Modell ein Modell, das sich gezielt bedienen lässt: Wer die genauen Schwellen kennt, kann Meldungen so timen, dass sie die Kennzahl bewegen, ohne dass sich an der Sache etwas ändert. Beides schadet der Aussagekraft.

Was wir stattdessen offenlegen: welche Datenarten einfließen (siehe oben), dass nach Liquidität unterschieden wird, wie oft neu gerechnet wird — und, ausführlich, wo das Verfahren an seine Grenzen stößt. Rückfragen zur Methodik beantwortet der Betreiber; die Kontaktdaten stehen im Impressum.

Aktualisierung

Score und Stufe werden einmal täglich neu berechnet, abends nach US-Börsenschluss. Die zugrunde liegenden Daten werden mehrmals täglich eingelesen, sodass neue Meldungen in den jeweils nächsten Lauf eingehen.

Bekannte Grenzen

  • Regionaler Fokus. Das Verfahren ist auf US-Aktien mit Berichtspflicht gegenüber der US-Börsenaufsicht ausgelegt. Titel ohne diese Berichterstattung sind teilweise erfasst, bekommen aber keinen Score, weil die tragenden Datenarten fehlen.
  • Marktenge Titel. Sehr illiquide Werte und Pennystocks werden nicht gesondert ausgeschlossen. Das Verfahren funktioniert dort erfahrungsgemäß schlechter, weil einzelne Meldungen und einzelne Handelstage zu stark durchschlagen.
  • Meldeverzögerung. Der Score reagiert auf neu erkannte Meldungen. Zwischen dem Ereignis, seiner Veröffentlichung und der Verarbeitung können Stunden bis Tage liegen — teils gesetzlich vorgesehen, teils technisch bedingt.
  • Keine unabhängigen Faktoren. Die ausgewerteten Größen überschneiden sich inhaltlich. Das Modell mittelt das bewusst; es ist keine sauber getrennte Faktor-Zerlegung, und wer es so liest, überschätzt seine Trennschärfe.
  • Rückblickend gemessen. Jede Aussage darüber, wie sich das Verfahren in der Vergangenheit geschlagen hätte, beruht auf Simulationen. Diese verbuchen zum Tagesschlusskurs, bilden weder Teilausführungen noch Marktenge ab, enthalten keine Steuern und leiden daran, dass verschwundene Titel aus der Datenbasis fallen. Historische Ergebnisse sind kein Hinweis auf künftige.

Simuliertes Handeln

Die auf dieser Website dargestellten Depots und Orders sind reines Papierhandeln: fiktives Startkapital, Ausführung intern zum Tagesschlusskurs, keine Geldbewegung. Der Zugang zu Broker-Funktionen mit echtem Geld ist Endnutzern nicht eröffnet.

Wie wir KI einsetzen

Einige Inhalte auf Inside-Filings entstehen automatisiert. Verantwortlich dafür ist der Herausgeber dieser Seite — wie für jeden anderen Beitrag auch. Wo ein Sprachmodell beteiligt war, steht das im Hinweisblock unter dem jeweiligen Inhalt.

Wöchentliche und quartalsweise Artikelserien

Die Zahlen stammen aus den Meldungen, nicht aus einem Modell. Grundlage sind ausschließlich öffentliche Pflichtmitteilungen: Meldungen an die US-Börsenaufsicht SEC, Offenlegungen nach dem STOCK Act aus den Registern von Repräsentantenhaus und Senat, Netto-Leerverkaufsmeldungen der europäischen Aufsichtsbehörden sowie Kurs- und Fundamentaldaten. Welche Register eine einzelne Ausgabe belegt, steht in ihrem Fuß. Alle Tabellen werden daraus erzeugt; sie geben die gemeldeten Werte wieder; Beträge sind auf eine einheitliche Währungseinheit gebracht und gerundet. Wo eine Angabe erschlossen und nicht gemeldet ist, steht der Vorbehalt unter der jeweiligen Tabelle.

Welche Vorgänge in eine Ausgabe kommen, entscheidet eine automatische Auswahl nach festen, vorab definierten Regeln. Je Rubrik erscheint eine begrenzte Zahl von Vorgängen; die Reihenfolge ergibt sich aus einer Kennzahl, die Größenordnung, Funktion des Meldenden, Häufigkeit und die Zahl voneinander unabhängiger Melder zusammenfasst. Weder die Aufnahme in eine Ausgabe noch ein vorderer Platz darin ist eine Aussage über die Attraktivität eines Wertpapiers. Die jeweils angewandten Werte werden mit jeder Ausgabe festgehalten.

Welche Häuser wir beobachten

Die Quartalsausgabe berichtet über einen festen Kreis von Häusern. Beobachtet werden derzeit 20 Vermögensverwalter (Stand: 10.08.2026), die der US-Börsenaufsicht quartalsweise ihre in den USA gelisteten Aktienpositionen melden (Formular 13F). Diese Meldung bildet nicht das gesamte Vermögen eines Hauses ab: Leerverkäufe, Anleihen, Barmittel und Positionen außerhalb der USA stehen nicht darin. Ein Depotgewicht in unseren Tabellen bezieht sich deshalb immer auf den gemeldeten Teil, nicht auf das Gesamtvermögen. Eingereicht wird bis zu 45 Tage nach Quartalsende, und gemeldet wird ein Bestand zum Stichtag — ob eine Position heute noch gehalten wird, geht aus der Meldung nicht hervor.

Die Aufnahme eines Hauses in diese Liste — anders als die Aufnahme eines einzelnen Vorgangs in eine Rubrik — ist keine Empfehlung und keine Aussage über seine Ergebnisse; sie legt nur fest, wessen Meldungen wir auswerten. Welche Häuser wir beobachten, ist eine redaktionelle Entscheidung — ein formalisiertes Aufnahmeverfahren mit festen Schwellen gibt es nicht. Leitend sind für uns durchgängige Meldungen über mehrere Quartale und eine Bandbreite unterschiedlicher Anlagestile. Zuletzt haben wir die Liste am 10.08.2026 von 17 auf 20 Häuser erweitert. Stellt ein Haus die Meldung ein oder wechselt der meldende Rechtsträger, ziehen wir die Liste nach; Änderungen vermerken wir hier mit Datum.

Daraus folgen drei Dinge, die beim Lesen wichtig sind. Erstens erscheint ein Wertpapier in der Quartalsausgabe nur, wenn eines dieser Häuser es meldet. Zur Meldung verpflichtet sind über achttausend Verwalter (Stand: Quartal zum 31.03.2026) — über alle übrigen sagt die Ausgabe nichts. Zweitens nennt eine Ausgabe nur die Häuser, deren Meldungen es in eine ihrer Rubriken geschafft haben; das sind regelmäßig weniger als die beobachteten zwanzig. Drittens sind die Ausgaben vor und nach einer Listenänderung nur eingeschränkt miteinander vergleichbar.

Formuliert wird der begleitende Text von einem Sprachmodell — die Einleitung, die Kommentare zu den einzelnen Vorgängen, das Fazit sowie Überschrift und Kurzbeschreibung der Ausgabe. Das Modell erhält die Daten der jeweiligen Ausgabe und die Vorgabe, sie zu beschreiben: keine Bewertung eines Papiers, keine Kursziele, keine Prognose, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Vor der Veröffentlichung läuft eine maschinelle Kontrolle. Sie prüft den erzeugten Text auf Bewertungen, Empfehlungen und rechtliche Vorwürfe. Wird sie dort fündig, erscheint der Beitrag nicht, sondern bleibt liegen, bis ihn ein Mensch durchgesehen hat; rein stilistische Beanstandungen halten ihn nicht auf. Beanstandet sie nichts, kann eine Ausgabe auch ohne vorherige Durchsicht erscheinen. Ob ein Mensch sie gelesen hat, steht in ihrem Hinweisblock: „Redaktionell durchgesehen" trägt nur eine Ausgabe, die jemand freigegeben hat.

KI-Auswertungen auf den Aktienseiten

Auf Einzelwertseiten fassen Modelltexte Geschäftsberichte und Meldungen zusammen. Auch hier stammen alle Kennzahlen aus den Meldungen selbst. Für diese Auswertungen gibt es keine der oben beschriebenen automatischen Textkontrollen; sie tragen denselben Hinweisblock, und die Aussagen sind wie dort gegen die Originalmeldung zu prüfen.

Interessenkonflikt

Der Betreiber von Inside-Filings kann selbst Positionen in besprochenen Aktien halten. Details dazu und zur Aktualität der Datenquellen stehen auf der Transparenz-Seite.