Marktstimmung — Angst & Gier (Euroraum)

Wie tickt der Markt gerade?

Das Barometer bündelt etablierte Stimmungs-Indikatoren des Euroraums zu einer Gesamtlage zwischen Angst (Panik, Ausverkauf) und Gier (Euphorie, Risikofreude). Jeder Wert wird gegen seine eigene Verteilung der letzten 10 Jahre eingeordnet — nicht gegen feste Schwellen.

Stand: 5. Oktober 2026 bis 6. Oktober 2026

Was die Kombination bedeutet

Die Stimmung neigt zur Vorsicht: Die Risikobereitschaft ist gedämpft, ohne in Panik zu kippen. Die Indikatoren sind sich nicht ganz einig; das Gesamtbild ist mit etwas Vorsicht zu lesen.

Die Euro-Kurve ist flach und nahe ihrem unteren historischen Rand — der Anleihemarkt bleibt vorsichtig.

Der Systemstress liegt nahe seinem historischen Normalniveau — weder auffällige Ruhe noch akuter Stress.

Die Euro-Aufschläge liegen im historischen Mittelfeld — der Kreditmarkt ist weder euphorisch noch gestresst.

Die Indikatoren im Überblick

IndikatorWas er misstQuelle
Zinskurve (10J − 2J) Abstand zwischen 10- und 2-jährigen AAA-Euroraum-Staatsanleihen (EZB-Spotkurve). Eine steile (positive) Kurve signalisiert Wachstumsvertrauen, eine inverse (negative) gilt als Rezessions-Vorbote. EZB
Systemstress (CISS) Der Composite Indicator of Systemic Stress bündelt Stressmaße aus Geld-, Anleihe-, Aktien- und Devisenmarkt des Euroraums zu einem Wert 0…1. Niedrige Werte stehen für Ruhe, hohe für systemischen Stress — das europäische Pendant zu den US-Finanzkonditionen. EZB
Risikoaufschlag (Euro High-Yield) Renditeaufschlag, den Anleger für Euro-Unternehmensanleihen schwacher Bonität verlangen. Enge Aufschläge zeigen Risikoappetit, weite Aufschläge Stress und Fluchtbewegungen in Sicherheit. ICE BofA / FRED

Lesehilfe: Die Nadel links (rot) steht für Angst/Ausverkauf, rechts (grün) für Gier/Risikofreude. Maßstab ist jeweils die Verteilung des Indikators über die letzten 10 Jahre — „höher als X % der letzten 10 Jahre" verortet den aktuellen Wert darin.

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