Bewertungslogik: die fünf Stufen des Glück Conviction Score

Der Glück Conviction Score (GCS) ist eine Zahl auf einer Skala von 0 bis 100 — in Ausnahmefällen kann ein Risiko-Malus sie knapp darunter drücken. Damit sie für Menschen lesbar wird, übersetzt das System sie in fünf Stärke-Stufen — die Label, die Sie überall in der Übersicht, im Dashboard und in Alerts sehen.

Die fünf Stufen

Die fünf Stärke-Stufen Sehr schwach Schwach Neutral Stark Sehr stark niedriger Score hoher Score

Was die Stufen bedeuten

  • Sehr stark: Mehrere gewichtete Komponenten zeigen gleichzeitig in dieselbe Richtung — die Datenlage ist ungewöhnlich einheitlich.
  • Stark: Überwiegend positive Komponenten, einzelne neutral.
  • Neutral: Gemischte Lage. Manche Komponenten positiv, andere negativ — keine klare Richtung.
  • Schwach: Überwiegend negative Komponenten, etwa rückläufige institutionelle Bestände oder schwache Fundamentaldaten.
  • Sehr schwach: Mehrere Risikosignale parallel.

Dazu kommt Risiko-Ausstieg — keine sechste Stufe, sondern eine Überlagerung. Sie kann über jeder Stufe liegen und meldet ein erhöhtes Rückschlagrisiko der Timing-Achse, unabhängig davon, wie gut die Substanz aussieht.

⚠ Die Timing-Achse ist derzeit nur für die liquidesten Segmente kalibriert. Bei marktengen Titeln erscheint der Risiko-Ausstieg deshalb nicht — nicht, weil kein Risiko bestünde, sondern weil die Achse dort nicht berechnet wird.

Warum es keine einheitlichen Schwellenwerte gibt

Ein Missverständnis vorweg: Es gibt keine über alle Aktien einheitlichen Grenzen zwischen den Stufen. Sowohl die Schwellen als auch die Gewichte der einzelnen Komponenten werden je Liquiditäts-Segment kalibriert — ein marktenger Nebenwert und ein sehr liquider Standardwert erreichen denselben Score unter verschiedenen Bedingungen.

Die praktische Folge ist wichtiger, als sie klingt: Vergleichbar ist die Stufe, nicht die Zahl dahinter. Zwei Aktien mit Score 62 aus verschiedenen Segmenten sind nicht dasselbe; zwei Aktien mit „Stark“ sind es. Die konkreten Schwellen und Gewichte sind Teil der Modellkalibrierung und werden nicht veröffentlicht; sichtbar ist die Stufe, sobald eine Aktie bewertet ist.

Score und Risiko-Malus

Der 8-K-Risk-Malus (siehe „8-K Material Events erklärt“) wird vom Score abgezogen, bevor die Stufe gebildet wird — er kann die Einstufung also verändern, und das ist so gewollt: Ein schwerwiegendes Ereignis soll sich in der Bewertung niederschlagen.

Was verhindert, dass ein einzelnes altes Ereignis dauerhaft nachwirkt, ist nicht eine Sonderbehandlung, sondern der zeitliche Abbau: Der Malus klingt über Wochen ab, sodass ein länger zurückliegender CEO-Wechsel kaum noch ins Gewicht fällt. Als eigene Größe bleibt er dabei sichtbar — Sie sehen, ob eine Stufe durch den Malus zustande kam.

Was die Stufen NICHT sind

Ganz explizit:

  • Keine Anlageberatung — Inside Filings ist ein Informationsdienst, kein Wertpapierinstitut. Die Stufen sind statistische Klassifikationen, keine Kaufaufrufe. Genau deshalb heißen sie „Sehr stark“ bis „Sehr schwach“ und nicht „Kaufen“/„Verkaufen“: beschrieben wird die Kennzahl, nicht eine Handlung.
  • Keine Garantie — Auch eine „Sehr stark“-Einstufung kann scheitern, wenn ein einzelnes Ereignis (Bilanzfälschung, Black Swan, Sektor-Crash) die Bewertung obsolet macht.
  • Keine Daytrading-Signale — Die Komponenten basieren auf Quartalsberichten, monatlichen Renditen und mittelfristigen Trends. Für Intraday-Spekulation sind sie ungeeignet.
  • Keine personalisierten Empfehlungen — Die Bewertung berücksichtigt weder Ihre Risikoneigung noch Anlagehorizont oder Steuersituation.

Wie oft wird klassifiziert?

Score und Stufe werden einmal täglich neu berechnet, abends nach US-Börsenschluss. Die zugrundeliegenden Daten (Form 4, 13F, 8-K, Kurse) werden mehrmals täglich importiert. Pro Aktie sehen Sie unter /aktien-details immer den aktuellsten Stand.

Wenn die Stufe wechselt

Mail-Alerts werden ausgelöst, wenn die Stufe sich ändert. Diese Benachrichtigungen sind nach Anmeldung unter /signal-benachrichtigungen konfigurierbar — wahlweise für den gesamten bewerteten Aktienmarkt („Alle Aktien“) oder je eigene Watchliste, jeweils mit Schaltern für Aufwärts-, Abwärts- und Exit-Signale sowie Score-Sprünge.


Lesen Sie auch: Composite Score Methodik, Was ist Beta?, 8-K Material Events.