Form N-PORT erklärt

Ein Form N-PORT ist die Bestandsmeldung eines in den USA registrierten Fonds an die Börsenaufsicht SEC. Gemeldet wird jede einzelne Portfolioposition — Aktien, Vorzugsaktien, Anleihen, Derivate — mit Wert, Stückzahl, Anteil am Nettovermögen, Anlageklasse und Investitionsland. Meldeebene ist der einzelne Fonds, nicht die Fondsgesellschaft.

Damit ist N-PORT eine der detailliertesten öffentlichen Quellen zu den Beständen amerikanischer Publikumsfonds und ETFs, und sie liegt für alle meldepflichtigen Fonds im selben maschinenlesbaren Format vor. Die Meldepflicht wurde 2016 beschlossen, auf EDGAR eingereicht wird seit 2019; sie löste die frühere Meldung auf Form N-Q ab. Rechtsgrundlage ist Rule 30b1-9 unter dem Investment Company Act of 1940.

Die harten Eckdaten

Stand: August 2026 — zur beschlossenen, aber noch nicht anwendbaren Umstellung siehe Was gerade beschlossen ist — und was davon gilt.

Merkmal Angabe
Wer meldet In den USA registrierte Investmentgesellschaften — offene Publikumsfonds, ETFs, geschlossene Fonds. Geldmarktfonds sind ausgenommen (sie melden über Form N-MFP)
Meldeebene die Serie, also der einzelne Fonds — eine Gesellschaft reicht je Fonds eine eigene Meldung ein
Erhebung monatlich, jeweils zum Monatsletzten
Öffentlich der Bericht des dritten Monats jedes Fiskalquartals
Frist 60 Tage nach Quartalsende
Formulartypen NPORT-P (Bericht), NPORT-P/A (Korrektur)
Rechtsgrundlage Rule 30b1-9, Investment Company Act of 1940
Umfang jede Position des Portfolios plus Kennzahlen auf Fondsebene

Die 60-Tage-Frist ist keine Theorie: über 124.313 Originalberichte seit Anfang 2024 liegen zwischen Stichtag und Einreichung im Median 57 Tage, 96,1 Prozent werden binnen 60 Tagen eingereicht. Korrekturmeldungen bleiben in dieser Messung außen vor — sie tragen denselben Stichtag wie das Original und kommen naturgemäß später (Median 128 Tage).

Meldekadenz von Form N-PORT: zwölf Monatsberichte, vier davon öffentlich Ein Zeitstrahl über zwölf Monate. Jeder Monat trägt einen Punkt für den erstellten Bericht. Die Punkte am Ende des ersten, zweiten, dritten und vierten Fiskalquartals sind hervorgehoben: nur diese vier Berichte werden veröffentlicht, jeweils bis zu 60 Tage nach dem Quartalsende. Die übrigen acht Monatsberichte gehen an die SEC, bleiben aber nicht öffentlich. Monatlich erhoben, quartalsweise veröffentlicht Quartal 1 Quartal 2 Quartal 3 Quartal 4 nicht öffentlich nicht öffentlich nicht öffentlich nicht öffentlich bis zu 60 Tage öffentlich abrufbar Zwölf Monatsberichte je Fonds und Jahr — vier davon werden publiziert.
Abbildung 1: Der Fonds erhebt monatlich, die Öffentlichkeit sieht den Bericht zum Quartalsende — bis zu 60 Tage später. Die übrigen acht Monatsberichte gehen an die SEC, werden aber nicht publiziert.

Weil viele Fonds ein abweichendes Geschäftsjahr haben, fallen die öffentlichen Stichtage nicht alle auf das Kalenderquartal. Im Bestand von Inside Filings zeigen sich drei klar getrennte Kohorten mit zusammen rund 12.330 Fonds, die im betrachteten Fenster einen Bericht tragen: rund 6.350 melden zum Kalenderquartal (März, Juni, September, Dezember), etwa 3.570 zu Januar/April/Juli/Oktober und rund 2.410 zu Februar/Mai/August/November. Wer nur die Kalenderquartale auswertet, lässt also knapp die Hälfte der meldenden Fonds liegen — gemessen an der Zahl der Fonds, nicht am verwalteten Vermögen.

Was gerade beschlossen ist — und was davon gilt

Für Auswerter ist das der wichtigste Absatz, weil die Rechtslage seit 2024 in Bewegung ist und häufig falsch wiedergegeben wird.

Die SEC hat im August 2024 eine Umstellung beschlossen: Fonds sollten N-PORT künftig monatlich binnen 30 Tagen einreichen, und jeder Monatsbericht sollte 60 Tage nach dem Monatsende öffentlich werden. Diese Regelung ist noch nicht anzuwenden. Im April 2025 hat die SEC die Anwendungstermine um zwei Jahre verschoben: große Fondsgruppen vom 17. November 2025 auf den 17. November 2027, alle übrigen vom 18. Mai 2026 auf den 18. Mai 2028 (SEC-Pressemitteilung 2025-64). Im Februar 2026 kam ein weiterer Vorschlag hinzu, der den Fonds fünfzehn zusätzliche Tage einräumen und die quartalsweise Veröffentlichung dauerhaft beibehalten würde (SEC-Vorschlag S7-2026-05) — das Verfahren ist offen.

Bis dahin gilt die oben beschriebene Kadenz. Der eigene Bestand deckt sich damit: die Zahl der veröffentlichten Berichte je Meldemonat liegt 2024 und 2025 auf gleichem Niveau, für 2026 sind die jüngsten Monate wegen der 60-Tage-Frist noch unvollständig. Ein Beweis der Rechtslage ist das nicht — die ursprüngliche Frist wurde verschoben, bevor sie je gegriffen hat, das Datenbild ist also nur mit ihr vereinbar. Wer heute eine Quelle liest, die von monatlicher Veröffentlichung spricht, liest eine beschlossene, aber noch nicht anwendbare Regel.

Was in einem N-PORT-Bericht steht

Auf Positionsebene — für jede einzelne Zeile des Portfolios:

  • Identität: Emittentenname, LEI, Wertpapierkennung (CUSIP, ISIN, teils Ticker)
  • Größe: Marktwert in US-Dollar, Stückzahl beziehungsweise Nennwert, Anteil am Nettovermögen
  • Einordnung: Anlageklasse (Aktie, Vorzugsaktie, Anleihe, Derivat …), Emittententyp, Investitionsland
  • Richtung: Long oder Short — als eigenes Feld je Position
  • Bewertungsqualität: die Stufe der Fair-Value-Hierarchie (1 = Börsenkurs, 2 = abgeleitet, 3 = modelliert) und ob das Papier in der Veräußerung beschränkt ist

Auf Fondsebene kommen Kennzahlen dazu, die es im 13F gar nicht gibt: Nettovermögen, Gesamtvermögen und -verbindlichkeiten, die monatlichen Mittelzuflüsse und Rücknahmen sowie die monatliche Gesamtrendite je Anteilsklasse. Genau daraus entstehen die Auswertungen zu Mittelflüssen und zur Länder-Allokation in Wo investieren US-Fonds?.

Was nicht drinsteht

  • Kein tagesaktueller Bestand. Bei Veröffentlichung ist der Stichtag rund zwei Monate alt.
  • Die ersten beiden Monate eines Quartals bleiben verschlossen. Sie werden an die SEC gemeldet, aber nicht publiziert.
  • Keine nicht-amerikanischen Fonds. Ein deutscher oder luxemburgischer UCITS-Fonds meldet hier nichts — auch dann nicht, wenn er ausschließlich US-Aktien hält. N-PORT sagt etwas über amerikanische Fonds aus, nicht über den Fondsmarkt insgesamt.
  • Keine Angaben zu Anlegern. Wer Anteile hält, steht nicht im Bericht.

Der wichtigste Unterschied: N-PORT ist nicht 13F

Beide Formulare zeigen institutionelle Bestände, beantworten aber verschiedene Fragen. Wer sie verwechselt, zieht falsche Schlüsse — und wer sie addiert, zählt doppelt.

Merkmal Form 13F Form N-PORT
Meldeebene Vermögensverwalter (Haus) einzelner Fonds (Serie)
Wer meldet Verwalter ab 100 Mio. USD US-registrierte Fonds und ETFs
Inhalt nur Long-Positionen in 13(f)-Wertpapieren alle Positionen: Aktien, Anleihen, Derivate, auch Short
Frist 45 Tage nach Quartalsende 60 Tage nach Quartalsende
Fondskennzahlen keine Nettovermögen, Mittelflüsse, Renditen
Aussage wie ein Haus insgesamt positioniert ist was ein konkreter Fonds hält

Wie ein 13F im Detail funktioniert — Meldeschwelle, Fristenkalender, die fehlende Short-Seite — steht in Form 13F erklärt.

Form 13F meldet auf Ebene der Fondsgesellschaft, N-PORT auf Ebene des einzelnen Fonds Zwei nebeneinanderliegende Blöcke. Links Form 13F: die Fondsgesellschaft reicht eine einzige aggregierte Bestandsliste ein, die nur Long-Positionen in US-Wertpapieren enthält. Rechts Form N-PORT: dieselbe Gesellschaft hat mehrere Fonds, und jeder Fonds reicht eine eigene Meldung über alle Anlageklassen ein, long wie short. Daraus folgt die Warnung: dieselbe Aktie steht in beiden Quellen, die Bestände dürfen nie addiert werden. Zwei Meldewege, eine Aktie Form 13F Fondsgesellschaft eine aggregierte Bestandsliste nur Long, nur US-Wertpapiere Form N-PORT Fonds A Fonds B Fonds C je Fonds eine eigene Meldung alle Anlageklassen, Long und Short Dieselbe Aktie steht in beiden Quellen — Bestände nie addieren.
Abbildung 2: Die Fondsgesellschaft meldet aggregiert per 13F, ihre Fonds melden einzeln per N-PORT. Beide Zahlen zu summieren erzeugt eine Position, die es nicht gibt.

Vier Fallstricke aus dem Datenbetrieb

Die folgenden vier Punkte kosten jeden, der N-PORT selbst auswertet, Zeit — oder erzeugen still falsche Zahlen. Sie stammen aus dem laufenden Import bei Inside Filings.

1. Das falsche Datumsfeld. Ein N-PORT-Bericht enthält zwei Datumsangaben, die leicht zu verwechseln sind: den Berichtsstichtag und das Ende des Geschäftsjahres. Wer das Geschäftsjahresende als Periode übernimmt, ordnet die Bestände dem falschen Zeitpunkt zu — ohne Fehlermeldung, weil beide Felder plausibel aussehen.

2. Korrekturmeldungen. Ein NPORT-P/A trägt denselben Stichtag wie das Original. Wer beide Fassungen einliest, hat die Positionen doppelt im Bestand. Richtig ist: die jüngste Fassung je Fonds und Stichtag gewinnt, ältere Positionen werden gelöscht statt danebengelegt.

3. Platzhalter-Kennungen. Nicht jede Fondskennung ist eine Fondsidentität. Die SEC kennt eine Platzhalter-Serie für „keine Serie", und viele Einreicher nutzen sie. Wer darauf gruppiert, verschmilzt Dutzende Häuser zu einem Phantom-Fonds.

4. Die Prozentangabe. Der gemeldete Anteil einer Position ist in seiner Einheit uneindeutig. Belastbar ist nur der selbst gerechnete Wert — und zwar gegen das Nettovermögen des Fonds, nicht gegen die Summe der ausgewiesenen Positionen. Diese Unterscheidung ist keine Kosmetik: Fonds halten Barmittel und Forderungen, die in keiner Positionszeile stehen. Wie eine falsche Bezugsgröße eine Quote entstellt, ist am 13F-Wertmaßstab ausführlich beschrieben: 13F-Wertskalierung — gemessen statt unterstellt.

Was sich mit N-PORT beantworten lässt

  • Welche Fonds halten eine bestimmte Aktie? Der Einstieg über die Aktie führt zu den haltenden Fonds und ihrer Positionsgröße.
  • Was steckt in einem konkreten ETF? Die Positionsliste eines Fonds zum Stichtag — Aktien, Vorzugsaktien und Anleihen: Fonds-Portfolio.
  • Wohin fließt amerikanisches Fondsgeld geografisch? Positionswerte je Investitionsland und Quartal: Länder-Allokation.
  • Welche europäischen und deutschen Titel liegen in US-Fonds? Diese Sicht baut Inside Filings gezielt aus europäischer Perspektive auf: Internationales Fonds-Universum.
  • Sammelt ein Fonds Geld ein oder blutet er aus? Mittelzuflüsse und Rücknahmen je Monat: Fonds-Mittelflüsse.

Für die Manager-Sicht — welches Haus insgesamt auf- oder abgebaut hat — ist dagegen das 13F die richtige Quelle; die Quartalsbewegungen stehen in Fondsbestände (QoQ). Wer wissen will, welche Fondsgesellschaften und Fonds überhaupt erfasst sind, findet sie im Fonds-Verzeichnis.

Drei Ebenen einer N-PORT-Meldung: Registrant, Fonds-Serie und Anteilsklasse Ein dreistufiger Baum. Oben der Registrant, also die Fondsgesellschaft mit ihrer SEC-Kennung CIK. Darunter die Serie, das ist der einzelne Fonds: an ihr hängen die Positionen, das Nettovermögen und die Mittelflüsse. Ganz unten mehrere Anteilsklassen desselben Fonds, an denen jeweils die monatlichen Renditen hängen. Drei Ebenen — und woran welche Zahl hängt Registrant die Fondsgesellschaft (CIK) Serie = der Fonds Positionen, Nettovermögen, Mittelflüsse Anteilsklasse A Anteilsklasse I Anteilsklasse R
Abbildung 3: Bestände hängen am Fonds, die monatlichen Renditen an der jeweiligen Anteilsklasse — deshalb ist die Serie und nicht der Registrant der richtige Schlüssel.

Wie Inside Filings N-PORT auswertet

Stand 13. August 2026 reicht der Bestand bis zur Periode 30. September 2019 zurück und umfasst 334.944 Berichte von 2.428 einreichenden Gesellschaften; 16.259 Fonds tragen einen aktuellen Bericht. Zusammen sind das rund 83,2 Millionen Einzelpositionen aus 185 Investitionsländern. Der laufende Import ergänzt ihn täglich aus den EDGAR-Einreichungen.

Wie sich das auf die Anlageklassen verteilt, zeigt der Stichtag 31. März 2026: 834.189 Aktienpositionen über rund 17.348 Milliarden US-Dollar, 679.037 Anleihepositionen über rund 2.977 Milliarden und 8.536 Vorzugsaktien-Positionen über 77 Milliarden. Nach Investitionsland — über alle Anlageklassen gerechnet — dominieren die USA mit rund 17.786 Milliarden; danach folgen Großbritannien (313), Kanada (250), Japan (241), Irland (172), Frankreich (168), die Schweiz (134), die Niederlande (127), Taiwan (124) und Deutschland (119 Milliarden US-Dollar).

Zwei Einordnungen dazu, damit die Zahlen richtig gelesen werden. Erstens sind Short-Positionen selten, aber real: über den Gesamtbestand stehen rund 82,8 Millionen Long-Positionen etwa 417.000 Short-Positionen gegenüber — rund ein halbes Prozent. Sie gehen in Summenbildungen mit negativem Vorzeichen ein, sonst erhöht eine Absicherung das ausgewiesene Vermögen. Zweitens wertet Inside Filings derzeit Aktien, Vorzugsaktien und Anleihen aus; die im Formular ebenfalls enthaltenen Derivate-Positionen sind im Bestand nicht erschlossen.

Für das Signalmodell ist N-PORT der zweite Melder-Pool neben dem 13F. Die Komponente Halterbreite zählt heute die unterschiedlichen 13F-Melder je Aktie im Vier-Quartals-Trend — ausführlich in Holder Breadth erklärt; die N-PORT-Melder sind erfasst, sollen aber erst nach einer Re-Kalibrierung einfließen. Das Gewicht der Komponente wird laufend kalibriert und kann je nach Segment auch null sein; die genaue Gewichtung ist Betriebsgeheimnis. Woher die Daten stammen und wie oft sie aktualisiert werden, steht in der Datenherkunft.

Häufige Fragen

Was ist Form N-PORT?

Form N-PORT ist die Bestandsmeldung eines in den USA registrierten Fonds an die Börsenaufsicht SEC. Gemeldet wird jede einzelne Portfolioposition mit Emittent, Wertpapierkennung, Marktwert, Stückzahl, Anteil am Nettovermögen, Anlageklasse, Investitionsland und der Angabe, ob die Position long oder short gehalten wird. Rechtsgrundlage ist Rule 30b1-9 unter dem Investment Company Act von 1940. Die Meldepflicht wurde 2016 beschlossen, eingereicht wird auf EDGAR seit 2019; sie löste die frühere Meldung auf Form N-Q ab.

Wer muss ein N-PORT einreichen?

In den USA registrierte Investmentgesellschaften: offene Publikumsfonds, börsengehandelte Fonds und geschlossene Fonds. Geldmarktfonds sind ausgenommen, sie melden über Form N-MFP. Eingereicht wird je Fonds, nicht je Gesellschaft — eine große Fondsgesellschaft reicht deshalb pro Berichtszeitraum viele Meldungen ein. Nicht meldepflichtig sind Fonds, die nicht in den USA registriert sind: ein deutscher oder luxemburgischer UCITS-Fonds erscheint in N-PORT nicht.

Wie aktuell sind N-PORT-Daten?

Die Fonds erstellen den Bericht monatlich, öffentlich wird aber nur der Bericht zum jeweils dritten Monat eines Fiskalquartals — fällig binnen 60 Tagen nach Quartalsende. Eine Messung über 124.313 Originalberichte seit Anfang 2024 zeigt einen Median von 57 Tagen zwischen Stichtag und Einreichung; 96,1 Prozent liegen innerhalb der Frist. Praktisch heißt das: die veröffentlichten Bestände sind rund zwei Monate alt, und die Monate eins und zwei eines Quartals werden nicht publiziert.

Wird N-PORT bald monatlich veröffentlicht?

Beschlossen ist es, anzuwenden ist es noch nicht. Die SEC hat im August 2024 eine monatliche Einreichung binnen 30 Tagen samt Veröffentlichung jedes Monatsberichts nach 60 Tagen verabschiedet, die Anwendungstermine dann aber im April 2025 um zwei Jahre verschoben: auf den 17. November 2027 für große Fondsgruppen und auf den 18. Mai 2028 für alle übrigen. Im Februar 2026 hat die SEC zusätzlich vorgeschlagen, die quartalsweise Veröffentlichung dauerhaft beizubehalten und den Fonds fünfzehn Tage mehr Zeit einzuräumen; dieses Verfahren ist offen. Stand August 2026 gilt deshalb weiterhin die quartalsweise Veröffentlichung.

Was ist der Unterschied zwischen Form 13F und Form N-PORT?

Sie melden auf verschiedenen Ebenen. Ein 13F kommt vom Vermögensverwalter und fasst dessen Bestände über alle Mandate zusammen; es enthält nur Long-Positionen in bestimmten US-Wertpapieren und ist 45 Tage nach Quartalsende fällig. Ein N-PORT kommt vom einzelnen Fonds und enthält das komplette Portfolio inklusive Anleihen, Derivaten und Short-Positionen, dazu Kennzahlen wie Nettovermögen, Mittelflüsse und Renditen; die Frist beträgt 60 Tage. Wichtig ist die Folge daraus: dieselbe Aktie erscheint in beiden Quellen, weil die Gesellschaft aggregiert meldet, was ihre Fonds einzeln melden. Die Bestände beider Quellen dürfen deshalb nie addiert werden.

Melden auch deutsche oder europäische Fonds über N-PORT?

Nein. Meldepflichtig sind ausschließlich in den USA registrierte Fonds. Deutsche und europäische Titel tauchen in N-PORT trotzdem auf — nämlich dann, wenn ein amerikanischer Fonds sie hält. Zum Stichtag 31. März 2026 lagen in den ausgewerteten Portfolios rund 119 Milliarden US-Dollar an deutschen Titeln. Das ist eine Aussage über amerikanische Fonds, nicht über den europäischen Fondsmarkt.

Was steht nicht in einem N-PORT-Bericht?

Vier Dinge. Erstens keine tagesaktuellen Bestände — der veröffentlichte Stichtag ist rund zwei Monate alt. Zweitens nicht die Berichte der ersten beiden Monate eines Quartals; sie gehen an die SEC, werden aber nicht publiziert. Drittens keine Fonds außerhalb der USA. Und viertens keine Angaben zu den Anlegern des Fonds.

Wie nutzt Inside Filings die N-PORT-Daten?

Aus den Meldungen entstehen die Fonds-Auswertungen: Portfolio eines einzelnen Fonds, Länder-Allokation über den gesamten US-Fondsmarkt, Mittelflüsse und das internationale Universum mit europäischen und deutschen Titeln. Für das Signalmodell sind die N-PORT-Melder als zweiter Melder-Pool neben dem 13F erfasst; in die Komponente Halterbreite fließen bislang die 13F-Melder ein. Der Bestand umfasst mit Stand August 2026 rund 335.000 Berichte über gut 16.000 Fonds mit aktuellem Bericht, zurück bis zur Periode 30. September 2019. Alle Auswertungen sind statistische Aufbereitungen publizierter SEC-Daten.

Rechtlicher Hinweis